1. Zukunft für das alte Feuerwehrhaus: erhalten, sanieren, sinnvoll nutzen
Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses wird das bisherige Feuerwehrhaus künftig leer stehen. Für uns ist klar: Ein Abriss wäre schade für das gewachsene Ortsbild. Zudem hat das Gebäude Potenzial für eine neue Nutzung. Deshalb soll das Gebäude erhalten bleiben und an die neue Nutzung angepasst werden.
Wichtig ist uns dabei:
- Energetische/Technische Sanierung, damit das Gebäude dauerhaft nutzbar und wirtschaftlich ist.
- Machbarkeitsstudie als Grundlage, bevor Entscheidungen getroffen werden: Was ist technisch möglich? Was ist finanzierbar? Welche Nutzung passt zu Lechbruck am See?
- Gemeinschaftlicher Mehrwert für jung und alt statt Leerstand: Das Gebäude soll dem Ort dienen und einen echten Nutzen bringen.
Mögliche Nutzungen könnten sein:
- ein Veranstaltungs- und Begegnungsraum für Vereine, Bürger und kleinere Events
- Informationszentrum für Bürger und Touristen
- Räume, die flexibel genutzt werden können
2. Bezahlbarer Wohnraum für Einheimische: aktiv gestalten statt abwarten
Viele würden gern im Ort bleiben – oft scheitert es aber an verfügbaren Grundstücken und bezahlbaren Lösungen. Da die Gemeinde selbst keine bebaubaren Grundstücke besitzt, müssen neue Wege gefunden werden.
Unser Vorgehen:
- Gezielte Ansprache von Eigentümern ungenutzter Grundstücke im Dorf
- freundlich, konkret und lösungsorientiert: Welche Möglichkeiten gibt es? Verkauf? Tausch? Kooperation?
- Wenn sich innerorts nichts bewegt: Erschließung eines neuen Baugebietes als nächster Schritt – aber bewusst geplant und naturnah umgesetzt.
Wichtig ist auch die Art des Wohnraums:
- nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch generationenübergreifende Mehrfamilienhäuser. Dadurch entsteht:
- mehr Wohnraum pro Fläche
- bezahlbare Mieten und Kaufpreise
- Wohnmöglichkeit für verschiedene Lebenssituationen (z.B. junge Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen)
Ziel: Lechbruck am See soll für Einheimische realistisch bezahlbar bleiben – nicht nur auf dem Papier.
3. Wander- und Fußwege: Pflege, Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Unsere Wege sind ein Stück Lebensqualität – für Spaziergänger, Familien, ältere Menschen, Touristen und alle, die im Ort unterwegs sind. Damit das so bleibt, braucht es konsequente Pflege und an den richtigen Stellen Verbesserungen.
Schwerpunkte:
- Regelmäßige Wegepflege: Ausbesserungen, Freischnitt, Sauberkeit, Beschilderung
- Sichere Fußwege im Dorf: stark genutzte Kieswege sollen, wo es sinnvoll ist, zu befestigten Gehwegen werden
- Vorteil: sicherer bei Nässe, Schnee und Eis
- Vorteil: besser für Kinderwagen und Rollatoren
Das Ziel ist einfach: Sichere Wege – das ganze Jahr über.
4. Nachhaltiger Tourismus: Bestehendes pflegen, Angebote klug ergänzen
Tourismus ist ein wichtiger Faktor für Lechbruck am See – aber er funktioniert nur dauerhaft, wenn wir das, was da ist, gut erhalten und sinnvoll weiterentwickeln. Nachhaltig heißt: nicht „immer mehr“, sondern besser, gepflegter und für alle nutzbar.
Was uns wichtig ist:
- Instandhaltung der bestehenden Tourismusanlagen
- Plätze, Einrichtungen und Aufenthaltsbereiche müssen gepflegt sein, nur so bleiben sie attraktiv und werden gern genutzt
- Zusätzliche Badegelegenheit am Lechsee für alle
- nicht nur für Campinggäste am Campingplatz
- ein gut zugänglicher Platz, den auch Einheimische und Tagesgäste nutzen können
- Ortsinterne Mobilität verbessern, für Gäste und auch für ältere, sowie weniger mobile Menschen
Konkrete Idee: „Flößerexpress“ – ein kleiner Ortsbus/Shuttle, der regelmäßig diverse Punkte verbindet (z.B. Campingplatz, Hochbergle, Altenheim, Ortskern, Gewerbegebiet).
Ziel: Tourismus, der den Ort stärkt – ohne ihn zu überfordern.
5. Offene Kommunikation: Bürger ernst nehmen, transparent entscheiden
Viele Konflikte entstehen nicht, weil man unterschiedlicher Meinung ist – sondern weil Menschen das Gefühl haben, nicht gehört zu werden oder erst sehr spät informiert zu werden.
Dazu gehören:
- Regelmäßige Bürgersprechstunden
- feste Termine, verlässlich, mit klarer Rückmeldung
- Mehr Beteiligung bei Entscheidungen, die Bürger direkt betreffen
- z. B. durch einen Bürgervertreter, der in solchen Fällen aktiv eingebunden ist
- Ziel: frühzeitig Perspektiven hören, Lösungen verbessern, Akzeptanz schaffen
Wir wollen: Eine Kommune, die zuhört und nachvollziehbar handelt.
6. Vereine, Traditionen, Ehrenamt: das Dorfleben stärken
Vereine und Ehrenamt halten das Dorf zusammen. Ohne diese Arbeit gäbe es viele Veranstaltungen, Angebote und Gemeinschaft nicht. Deshalb braucht es hier nicht nur Dank, sondern auch echte Unterstützung.
Konkrete Maßnahmen:
- Jährliches Treffen mit dem Bürgermeister
- Austausch: Was läuft gut? Wo drückt der Schuh? Was wird gebraucht?
- Bezahlbahre kommunale Veranstaltungsorte erhalten
- keine unnötigen Hürden
- klare Regeln, faire Preise
- Sozial-kulturelle Veranstaltungen unterstützen
- ggf. mit Organisation, Werbung oder finanzieller Hilfe, damit es machbar bleibt
Ziel: Traditionen bewahren und gleichzeitig Raum für Neues schaffen.
7. Alter Kindergarten: neuer Treffpunkt für Jugendliche
Mit dem Neubau von Kindergarten und KiTa steht der alte Kindergarten leer. Das ist eine Chance: Statt Leerstand wollen wir einen attraktiven Treffpunkt für Jugendliche schaffen.
Wichtig dabei:
- Zeitgemäß und jugendnah, nicht „irgendein Raum“
- Nutzungsideen, die man prüfen kann:
- Escape Room
- Halfpipe / Skate-Angebot
- Freizeit- und Kreativraum, Musik, Workshops oder Aktionen
Ziel: Jugendlichen einen festen Ort geben, an dem sie willkommen sind und der das Dorfleben ergänzt.